Mamiya-Sekor A 150mm f/3.8 N/L 645 ist ein manuell fokussiertes Teleobjektiv mit Zentralverschluss für das Mamiya-M645-System. Lichtstärke f/3,8 und Zusatz N/L grenzen es von den 150-mm-Ausführungen f/4, f/3,5 und f/2,8 ab.
Anfrage und Einschätzung sind kostenlos und unverbindlich. Unser Schwerpunkt sind größere Fotoausrüstungen, Sammlungen und Nachlässe. Einzelstücke werden nicht angekauft.
Technische Daten
| Markteinführung | Ein genaues Einführungsdatum dieser Ausführung ist in der hier ausgewerteten Originalunterlage nicht angegeben. |
|---|---|
| Kameratyp | Wechselobjektiv für das manuell fokussierte Mamiya-M645-Mittelformatsystem. |
| Objektiv | 150 mm f/3,8; fünf Linsen in fünf Gruppen; kleinste Blende f/32; Filterdurchmesser 67 mm; Seiko-Nr.-0-Zentralverschluss. |
| Stromversorgung | Keine eigene Objektivbatterie. Ein optionaler motorischer Verschlussaufzug wird über den passenden Kameramotor versorgt. Die Stromversorgung von Gehäuse und Zubehör ist separat zu prüfen. |
Die N/L-Anleitung nennt 1,50 m als kürzeste Einstellentfernung, einen maximalen Abbildungsmaßstab von 0,12× und 620 g Gewicht. Für ähnliche 150-mm-Objektive sind diese Werte nicht pauschal übertragbar. In der allgemeinen Objektivübersicht steht abweichend 0,14×; hier wird der Wert 0,12× aus der speziellen N/L-Anleitung wiedergegeben.
Eigenen Verschluss und Zubehör unterscheiden
Der Zentralverschluss arbeitet laut Anleitung von 1/30 bis 1/500 s. In F-Stellung nutzt die Kamera ihren Schlitzverschluss. Für automatisches Spannen ist der passende WG401 mit dem vorgesehenen Kabel erforderlich; manuelles Spannen ist ebenfalls beschrieben. Erfassen Sie Zeitenring, Anschlussbuchse und mitgelieferte Kabel getrennt vom normalen Kamerazubehör.
Kameraverschluss und Zentralverschluss abstimmen
Für den normalen Zentralverschlussbetrieb schreibt diese N/L-Anleitung am Kameragehäuse 1/8 s vor; die Belichtungszeit von 1/30 bis 1/500 s wird am Objektiv gewählt. Das gilt sowohl bei manuellem Spannen als auch beim beschriebenen WG401-Betrieb. Ein elektronisches Blitzgerät wird dabei an die X-Synchronbuchse des Objektivs angeschlossen, nicht an die Gehäusebuchse.
Beim Betrieb mit dem Schlitzverschluss ist dagegen die F-Stellung am Objektiv vorgesehen. Für Spiegelvorauslösung im Zentralverschlussbetrieb beschreibt Mamiya einen gesonderten Ablauf mit Kamerastellung B, Doppel-Drahtauslöser und passendem Adapter. Die normale 1/8-s-Einstellung ist deshalb keine universelle Vorgabe für jeden Betriebsfall.
AE-Sucher und Filter passend verwenden
Im Zentralverschlussbetrieb dient der AE-Prismensucher laut Anleitung als manuelles Belichtungsmessgerät; die ermittelte Zeit wird am Objektiv eingestellt. Eine automatische Zeitsteuerung des Zentralverschlusses durch den AE-Sucher wird damit nicht beschrieben. Die eigene N/L-Tabelle nennt für diese Ausführung zwei verwendbare Filter. Das ist keine pauschale Zusage für beliebig dicke Filterfassungen oder weitere Adapterringe.
Zustand und Ausrüstung dokumentieren
Fotografieren Sie Frontring, Seriennummer, Anschlussseite und vorhandenes Zubehör. Nennen Sie bekannte Mängel an Glas, Fokussierung und Blende sowie am Zentralverschluss. Deckel, Gegenlichtblenden, Kabel, Transportbehälter und Wartungsbelege helfen bei der vollständigen Zuordnung.
Im Gesamtbestand verkaufen
Für die erste Einschätzung genügen Übersichtsfotos oder eine Liste der gesamten Ausrüstung. Kameras, weitere Objektive, Sucher und Magazine sollten gemeinsam aufgeführt werden. Die Modellbezeichnung allein bestimmt keinen Ankaufswert.
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Originalquelle
Mamiya 645 Leaf Shutter Lenses, technische Tabelle und Bedienhinweise. Ergänzte Bedienbedingungen auf PDF-Seiten 4–8 und die eigene Modellzeile auf PDF-Seite 3 visuell geprüft. Die technischen Angaben beziehen sich auf die ausdrücklich genannte Ausführung. Geprüft am 19. Oktober 2026.
