Hasselblad 1600F gehört zur ersten Generation der Hasselblad-Mittelformat-Spiegelreflexkameras. Historische Unterlagen können sie auch schlicht als Hasselblad oder 1600 bezeichnen.

Blitzsynchronisation der frühen Hasselblad

Das zeitgenössische Herstellerprospekt unterscheidet ausdrücklich zwischen Blitzlampen für Schlitzverschlüsse und elektronischen Blitzgeräten. Für den dort beschriebenen Elektronenblitzbetrieb gelten B sowie eine Sekunde bis 1/25 s. Die kürzeste Kamerazeit von 1/1600 s bedeutet daher nicht, dass ein beliebiger Elektronenblitz bei dieser Zeit synchronisiert wird.

Bei einer erhaltenen 1600F-Ausrüstung sollten vorhandene Blitzanschlüsse, Kabel und Blitzgeräte mit ihrer genauen Bezeichnung dokumentiert werden. Die Synchronisationsangaben späterer Hasselblad-Kameras mit Zentralverschluss lassen sich auf dieses frühe Schlitzverschlussgehäuse nicht übertragen.

Zustand und Zubehör prüfen

Dokumentieren Sie den Verschlusszustand, fehlende Teile und die Beweglichkeit der Bedienung. Eine alte Kamera bitte nicht gewaltsam auslösen; erkennbare Probleme und frühere Wartungen sollten ausdrücklich genannt werden.

Teil einer Sammlung oder Fotoausrüstung?

Gehört Hasselblad 1600F zu einer größeren Fotoausrüstung, Sammlung oder einem Nachlass? Erfassen Sie die Kamera gemeinsam mit den vorhandenen Objektiven, Blitzgeräten und weiteren Teilen. Übersichtsaufnahmen und lesbare Modellbezeichnungen erleichtern die Einschätzung des gesamten Bestands.

Technische Einordnung

MarkteinführungVorstellung am 6. Oktober 1948, laut Hasselblad. Die Modellbezeichnung 1600F wurde erst nach Einführung der 1000F zur Abgrenzung verwendet.
KameratypModulare einäugige Spiegelreflexkamera für 6 × 6 cm mit Schlitzverschluss, Wechselobjektiven und austauschbaren Filmmagazinen.
ObjektivDas zeitgenössische Herstellerprospekt beschreibt ein Kodak Ektar 80 mm f/2,8 als Standardobjektiv und ein Ektar 135 mm f/3,5 als Zubehör.
StromversorgungMechanischer Aufzug: Ein Drehknopf spannt den Verschluss und transportiert den Film. Für diese Funktionen wird keine Kamerabatterie benötigt.

Das Originalprospekt nennt 1 s bis 1/1600 s sowie B. Frühe und später zusammengestellte Ausrüstungen sollten anhand ihrer tatsächlichen Beschriftungen unterschieden werden.

Frühe Ausführung („first batch“)

Als konkreten Beleg für eine sehr frühe 1600F dokumentiert Leitz Auction 23, Los 412, das auf 1949 datierte Gehäuse 0266 mit Ektar 80 mm f/2,8 und 120-Magazin 0345. Der verchromte Aufzugsknopf besitzt eine Herstellergravur. Der Archivbegriff „first batch“ wird hier als Hinweis auf frühe Ausführungen eingeordnet, nicht als Beleg einer exakt abgegrenzten Produktionsserie.

Quelle: Leitz Auction 23, Los 412.

1600F Outfit

„Outfit“ bezeichnet eine zusammengestellte Ausrüstung. Leitz Auction 12, Los 372, beschreibt Gehäuse CV11008, datiert auf 1951, mit zwei Magazinen, Zeiss-Opton Tessar 80 mm f/2,8 T, Sonnar 135 mm f/3,5, Sportsucher, Zwischenringen und Koffer. Dieser Lieferumfang gehört zum dokumentierten Set; er ist keine allgemeingültige Ausstattung aller 1600F-Kameras.

Quelle: Leitz Auction 12, Los 372.

Ankaufshinweis

Wir kaufen vor allem größere Fotoausrüstungen, Sammlungen, Nachlässe und gemischte Bestände an. Isolierte Einzelstücke werden in der Regel nicht angekauft. Eine Marke allein bestimmt den Ankaufwert nicht. Anfrage und Einschätzung sind kostenlos und unverbindlich. Alternativ können Sie eine vorhandene Liste des gesamten Bestands senden. Weitere Hinweise finden Sie im Ablauf des Ankaufs.

Quellen

Originalprospekt der frühen Hasselblad (PDF), S. 9 und 12; Hasselblad-Modellgeschichte.

Zur Übersicht: Hasselblad Kameras & Objektive. Weitere Einträge: Hasselblad 1000F, Hasselblad 2000FCW.