Mamiya Press, in frühen Händlerunterlagen auch Mamiya 23 Press genannt, ist eine modulare Mittelformatkamera. Für die Einordnung einer vorhandenen Ausrüstung sind Gehäuse, Objektiv und Rückteil jeweils genau zu bestimmen.
Anfrage und Einschätzung sind kostenlos und unverbindlich. Unser Schwerpunkt sind größere Fotoausrüstungen, Sammlungen und Nachlässe. Einzelstücke werden in der Regel nicht angekauft.
Technische Einordnung
| Markteinführung | Als Mamiya 23 Press spätestens am 25. Januar 1963 im Händlerprogramm belegt. Ein genauer Ersttermin ist in den hier ausgewerteten Unterlagen nicht bestätigt. |
|---|---|
| Kameratyp | Mittelformat-Messsucherkamera mit wechselbaren Objektiven und Filmrückteilen; frühe Press-Ausführung mit verstellbarer Rückwand. |
| Objektiv | Wechselobjektive des Mamiya-Press-Systems. Die frühen Unterlagen nennen 90 mm 1:3,5 als Normalobjektiv sowie 65 mm 1:6,3 und 150 mm 1:5,6. |
| Stromversorgung | Verschluss und Filmtransport werden mechanisch bedient. Für den beschriebenen Kamerabetrieb ist keine Batterie angegeben; Belichtungsmesser und Blitzgeräte sind gesondertes Zubehör. |
Modell und Ausstattung
Die frühe Press kombiniert den gekoppelten Entfernungsmesser mit austauschbaren Filmhaltern. Die Objektive besitzen eigene Zentralverschlüsse mit Zeiten von 1 bis 1/500 Sekunde sowie B. Der Herstellerprospekt beschreibt eine verstellbare Rückwand; spätere Standard-Ausführungen, Super 23 und Universal sind bei der Modellbestimmung gesondert zu unterscheiden.
Frühe Filmhalter, Formatmasken und Bildzähler
Bei den älteren 120er-Haltern der Press-Originalanleitung benötigen Aufnahmen in 6 × 6 oder 6 × 4,5 cm eine passende Maske im Filmhalter. Zusätzlich muss die Sucheranzeige zum Aufnahmeformat passen. In diesen kleineren Formaten wird nach den Zahlen im Rotfenster transportiert; die automatische Transportsperre und der Bildzähler des Halters können dafür nicht verwendet werden. Das ist von einer defekten Zählmechanik beim regulären 6 × 9- oder 6 × 7-Betrieb zu unterscheiden.
Fotografieren Sie deshalb nicht nur das Gehäuse, sondern auch die genaue Halterausführung, eingelegte Masken, Rotfenster und Zähler. Diese Beschreibung gilt für die gezeigten frühen Halter und darf nicht pauschal auf spätere Rapid-Halter übertragen werden. Mattscheibe, Griff, Drahtauslöser, Sucheraufsätze und Kassettenschieber gehören ebenfalls zur vollständigen Erfassung.
Teil einer Fotoausrüstung oder Sammlung?
Für die Einschätzung von Mamiya Press im Gesamtbestand benötigen wir zunächst Übersichtsfotos oder eine vorhandene Liste aller Kameras, Objektive und Zubehörteile. Unser Schwerpunkt liegt auf größeren Fotoausrüstungen, Sammlungen, Nachlässen und gemischten Beständen. Isolierte Einzelstücke werden in der Regel nicht angekauft. Die Marke allein bestimmt keinen Ankaufswert. Anfrage und Einschätzung sind kostenlos und unverbindlich. Ablauf des Ankaufs und benötigte Fotos.
Quellen: Mamiya-Herstellerprospekt, Mamiya 23 Press auf PDF-Seite 9.; Mamiya-Händlerpreisliste vom 25. Januar 1963, Seite 4; Mamiya-Press-Originalanleitung, Objektive, Verschluss und Filmtransport.
Zur genaueren Objektivbestimmung: 90 mm f/3,5, 65 mm f/6,3 und 250 mm f/8. Beim 250 mm f/8 erfolgt die Scharfeinstellung ohne Kopplung zum Messsucher; Sucher und Gehäuseausführung müssen zur vorhandenen Ausrüstung passen.
Modelle im Press-System
Mamiya-Sekor 50mm f/6.3 Press · Mamiya-Sekor 100mm f/3.5 Press · Mamiya-Sekor 100mm f/2.8 Press · Mamiya-Sekor 127mm f/4.7 Press · Mamiya-Sekor 150mm f/5.6 Press · Mamiya-Sekor 250mm f/5 Press Super 23.
